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Karpaten Adventure

Endlich! Das nächste größere Adventure stand im Jahre 2012 nach etlicher Planung an. Das Ziel waren die Karpaten, genauer genommen die Süd-Karpaten, eines der anspruchsvollsten Gebirge Rumäniens. Warum Rumänien? Wir wollten aus den einheimischen Alpen ausbrechen und uns Mal dem östlichen Teil Europas widmen, dabei fiel die Wahl auf Rumänien und die Karpaten. Wir starteten die Tour am fünften August. Mit dem Eurolines Bus ging es von Augsburg aus Richtung Rumänien. Am sechsten August spät nachmittags erreichten wir dann unseren Startpunkt Petrosani, kurz orientiert und los gings. Unsere selbstgeplante Route mit Karten und Google Maps Bildern brachte uns bis zum 15ten August nach Sinaia, unserem geplanten Zielort. Aber diese Tour hatte es in sich: ein fremdes Land, eine fremde Sprache, kaum ausgeschilderte Wege, aggressive Hirtenhunde und am Ende kaputte Füße. Zwischendurch verloren wir immer mal wieder die Hoffnung jemals unseren Zielort zu erreichen, aber mit Hilfe von Kompass und einem eisernen Willen nicht abzubrechen strotzten wir schlechtem Wetter und schlechten Wegen und erreichten schlussendlich doch unser Ziel. Am Ende lohnte sich aber dann doch jeder Meter dieser Tour, denn wir durften ein wunderschönes Land mit sehr gastfreundlichen Menschen und unglaublichen Landschaftzügen kennenlernen. Am Ziel wurde uns bewusst „Der Schmerz geht, der Stolz bleibt!“ und auch wenn man sich quälen muss ist es die Erfahrung immer wert solch ein Adventure zu starten.

 karpatenroute

Bei unseren Adventures führen wir über jeden Tag Tagebuch und machen etliche Bilder, um die gewonnen Eindrücke und Erfahrungen für ewig festzuhalten. Wir sind gerne bereit ihnen das Tagebuch (PDF) als Dankeschön für eine Spende entgegenkommen zu lassen. Mit ihrer Spende unterstützen Sie uns bei der Verwirklichung unseres nächsten Projekts. Dies funktioniert folgendermaßen: Sie spenden über den Spenden Button links und teilen uns unter Contact mit welches Tagebuch Sie als Dankeschön gerne hätten und wir lassen ihnen dieses dann zukommen. Falls Sie nicht über PayPal spenden möchten, sondern über einen anderen Weg, dann kontaktieren Sie uns bitte über Contact und wir lassen Ihnen dann unsere Kontoinformationen zukommen. Im Folgenden eine kleine Kostprobe was Sie erwartet:

 

14.08.12 – Thomas

Fiffi unser neues Teammitglied

 

Geweckt wurden wir heute von dem Wecker der zwei Israelis. Dieser klingelte, wie am Vortag abgemacht um 7:00 Uhr. Gut dann kommen wir heute wenigstens zeitig los. Die heutige Nacht war nicht wirklich warm, aber irgendwie haben wir sie doch überstanden. Ich mit meiner bewährten Handschuh unter der Hose, und Simon mit der Poncho-Technik. Als wir gerade alles zusammenpackten wurde uns von unseren „Mitbewohnern“ warmer Kaffee angeboten. Den nahmen wir gerne an und er schmeckte herrlich. Fast so wie in der Shisha Bar in Augsburg, sehr Abendländisch. Wir beschlossen erst unterwegs zu frühstücken und so ging es dann auch schon los. Türe auf, und heute kam uns wenigstens kein Nebel entgegen, sondern nur wahnsinnig kalter Wind. Die ersten 200m durchquerten wir eine Schafherde bzw. machten den Job des Schäfers, da wir die Herde den Berg hinauf trieben. Vom ersten Schritt an folgte uns ein kleiner Hund, den wir später Fiffi nannten. Er wird uns heute den ganzen Tag nicht verlassen. Der Weg war die ganze Zeit relativ flach, und es wehte ein so kalter starker Wind, dass wir beide über das T-Shirt noch Fleecejacke und als Windschutz die Regenjacke anzogen. Unser Wasser füllten wir auch noch unterwegs an einer Quelle auf, sodass wir wieder die 5 Liter dabei hatten. Nach ca 2-3 Stunden Fußmarsch haben wir dann in einer Fußball-Refugio (Sie hat die Form und das Aussehen eines FußFifiballs) Frühstück gemacht. Wir aßen Haferflocken mit Zucker. Fiffi wartete brav vor der Refugio bis wir mit dem Essen fertig waren. Als wir wieder los gingen trafen wir auch die einzigen zwei Wanderer für heute, sie gehen wohl ins Fagaras. Na dann viel Spaß im Nebel. Bei uns zog nur sehr selten Nebel auf, und man merkte deutlich, dass das Fagaras hier flacher und begehbarer war. So kamen wir zügig voran, allen voran Fiffi, der nach irgendetwas essbarem Ausschau hielt. So liesen wir das hohe Fagaras hinter uns, und erreichten auch bald wieder die Baumgrenze, man merkte deutlich dass es wärmer wurde und der Wind nachließ. Ein paar Meter unterhalb der Baumgrenze beschlossen wir dann gegen halb zwei Mittag zu machen, da es hier wieder Feuerholz gab, sodass wir über dem Feuer das erste mal Reis versuchen wollten. Vorher drehten wir noch ein Video indem ich wieder mit dem Magensiumstab und Baumbart das Feuer in Gang brachte. Dann machten wir ca. 6 Portionen Reis und dazu Jägersoße und ließen uns das Mittagessen, mittlerweile in der Sonne, schmecken. Währenddessen liefen auch noch 5-6 Blaubeerpflücker voll bepackt bis oben hin den Berg hinab. Wenig später fluchten sie fürchterlich weil wohl einer gestolpert war und seine wertvolle Fracht, die Blaubeeren verlor. Fiffi hatte es sich im Wald neben uns Gemütlichkeit gemacht. Wir schauten kurz auf der Karte wo wir waren und stellten fest, dass wir sehr gut voran kamen. Wir entschieden uns auch noch einen vermeintlich kürzeren Weg zu nehmen. In dem kommendem Waldstück war der Weg nur teilweise gut beschildert, aber hier führte uns Fiffi gekonnt hindurch. So gingen wir eine ganze Weile im Wald und stellten fest, dass überall entweder der Sturm, oder der Käfer die Wälder zerstört. Leider wird aber so gut wie gar nichts nach gepflanzt. An einer Kreuzung an der es in der einen Seite nach Ploi Fui ging, und an der anderen auf direktem Weg zum Piatra Crailui, dem Königssteingebirge entschieden wir uns für zweite Option, im Glauben die richtige Wahl getroffen zu haben. Aber schon bald fanden wir uns auf einem Feldweg wieder, und stellten nach einem Blick auf die Karte fest, dass wir nicht richtig waren, bzw. schon zu weit abgestiegen waren. So entschieden wir uns zum nahegelegenen Stausee abzusteigen und der Straße die dort weg führte so lange zu folgen bis wir wieder einen Wanderweg richtung Crailui finden. Gesagt getan und so standen wir schon bald auf dem Staudamm und fragten uns für was dies und jenes wohl gut sei. Fiffi legte sich zeitgleich mit drei anderen Kötern an, aber sie ließen ihn bald in Ruhe. Wir gingen an einem Holztransporter vorbei in der Hoffnung dass er uns nach dem Beladen ca 5 km die Straße entlang mitnimmt. So gingen wir drauf los, und fanden uns mal wieder in einer Schlucht wieder. Mit den Schluchten ist es immer so eine Sache. Sehr schön, aber man kann sich nicht orientieren, weil man nur Wald sieht. Wir wussten aber, dass links der Wanderweg irgendwann auftauchen muss. Irgendwann war auch an einem Schleuderbetonmast das blaue Band, dem wir folgen wollten angeschrieben. Und los ging das Martyrium. Zuerst war das Band an zwei drei Bäumen noch übersichtlich markiert uns es ging über einen kleinen Bach, aber dann war Schluss. Es war nirgends ein Weg bzw. eine Markierung und es ging sehr steil hinauf. An dem ganzem Hang waren umgemachte Bäume, sodass Markierungen die es vllt mal gab, sicher nicht mehr erkennbar sinPiatrad. Wir wollten nicht umdrehen und gingen querfeldein den Hang hinauf, in der Hoffnung das blaue Band wieder zu finden. Nach einiger Zeit war es auch wieder an einem brutal steilen Forstweg markiert, dem wir folgten. Plötzlich gingen die Markierungen in das Unterholz hinein, uns es hatte den Anschein, dass hier irgendjemand an irgendwelche Bäume wahllos Markierungen angebracht hatte. So kam es, dass wir durch junge Nadelwälder, Dornen, Brombeersträuchern und weiß Gott was gehen mussten, ohne einen erkennbaren Weg. Irgendwann, als sowieso schon alles verkratzt war, führte uns Fiffi wieder auf den steilen Forstweg und von da an folgten wir diesem immer weiter bergauf. Wir wussten, dass dort oben das rote Band weiter gehen muss. Unterwegs trafen wir noch einen Hirten und seinen Sohn, die gemeinsam ein paar Kühe „bewachten“. Wir fragten sie nach dem Weg und hörten nur immer wieder raus, dass wir nur den Markierungen folgen müssen. Er merkte wohl auch, dass wir nichts verstanden, uns so zeigte uns sein Sohn so grob den Weg. Bei einer Hütte zeigte er immer in eine Richtung und wollte wohl sagen, dass wir dort lang gehen müssen. Wir gingen den Grasberg hinauf uns sahen Stahlstangen, sowohl mit dem blauen als auch eine mit dem roten Band. Wir sahen aber keine zweite Markierung des Roten Bandes und so ging die Sucherei los. Fiffi war uns auch keine Hilfe uns so suchten Simon und ich den Weg. Nach ca. einer Stunde ging ich dem Jungen entgegen, der wohl merkte, dass wir nicht weiter wussten und Simon in ein Waldstück um Markierungen zu suchen. Der Junge wusste nicht genau was ich von ihm wollte und auch seine Schwester und später sein Vater konnten uns nicht sagen wo das rote Band weiterführt. Simon war inzwischen auch wieder da uns sagte, dass im Wald ein Schild an einem Baum lehnt mit dem rotem und dem blauem Band. Oke, also schnell den zwei Kindern jeweils ein Päckchen Gummibärchen gegeben und ab in den Wald. Auf dem Weg entdeckte ich noch ein Hufeisen. Also wenn das kein gutes Omen ist, und tatsächlich es war der richtige Weg. Mittlerweile war es kurz nach acht und es fing an dunkel zu werden. An der nächsten geeigneten Stelle entschieden wir uns unser Lager zu errichten und zu schlafen. So kommt es, dass wir unser Lager direkt an der Kreuzung hinauf zum Piatra Crailui errichtet haben. Wir haben schnell das Feuer angezündet und unser Zelt im Dunkeln aufgebaut, und Essen gemacht. Es gab Nudeln mit Napoli Soße, und als Nachspeise ein Päckchen Gummibärchen für jeden. Fiffi hat sich auch schon nahe des Zeltes zusammengerollt, und so werden wir alle drei wohl bald schlafen gehen. Gute Nacht.

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